Weltmeisterschaft der Herren

Magnus Carlsen gegen Fabiano Caruana

carlcaru

Vom 9. bis 28. November findet in London in Großbritannien die Weltmeisterschaft der Herren statt. Der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Magnus Carlsen wird vom Sieger des Kandidatenturnieres 2018, Fabiano Caruana, herausgefordert.

- Offizielle Seite: https://london2018.worldchess.com/

 

  Weltmeisterschaft der Herren in London 9.-26.11.2018     01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 Stand SK
1 Magnus Carlsen no 2835 = = = = = = = = = = = = 6 3
2 Fabiano Caruana ru 2832 = = = = = = = = = = = = 6 0

 

Gespielt werden 12 Partien im Rhythmus 2 Tage Schach 1 Tag frei. Die erste Partie wird am 9. November ausgetragen, weitere Spieltage sind der 10., 12., 13., 15., 16., 18., 19., 21., 22., 24. und 25. November. Die Begegnungen beginnen um 16.00 Uhr Berliner Zeit.

Wer 6,5 Punkte erreicht, wird neuer Champion. Im Falle eines Unentschieden bringt ein Schnellschach-Stichkampf die Entscheidung. Gespielt wird mit einer Bedenkzeit von 2h/40 + 1h/20 + 15 min plus 30 Sekunden Bonus ab dem 61. Zug.

Der Preisfonds beträgt 1 Million Euro.

Es ist das nach Elozahlen seit langem wieder engste Match: Magnus Carlsen und Fabiano Caruana trennen nur drei Ratingpunkte. 

 

carlsen

 

Glückwunsch an Magnus Carlsen und Dankeschön an Fabiano Caruana, für den großen Widerstand, den er geleistet hat. Es ist etwas schade, dass die Weltmeisterschaft im klassischen Schach im Schnellschach entschieden wird - diese Disziplin hat ihr eigenes Championat. Die Tage von London haben einmal mehr gezeigt, wie schwer es ist, einen 2800er zu bezwingen.

Stichkampf am 28. November

Magnus Carlsen bleibt Weltmeister. Er bezwingt Fabiano Caruana im Schnellschach-Stichkampf deutlich mit 3-0.

Der Stichkampf am Mittwoch wird über vier Schnellpartien mit jeweils 25 min/10 sek gespielt. Anschließend können bis zu fünf Blitz-Minimatches über jeweils zwei Partien folgen. Enden auch diese alle unentschieden, klärt eine Entscheidungspartie die Frage des nächsten Weltmeisters.

12. Partie am 26. November

Die letzte klassische Partie hinterließ einen etwas merkwürdigen Eindruck. Gespielt wurde diesmal wieder die sizilianische Sweschnikow-Variante, allerdings wechselste Magnus Carlsen von 8... Sb8 zu 8... Se7. Fabiano Caruana war klar überrascht, was an seinem großen Bedenkzeitverbrauch abzulesen war, und er schlitterte in eine schlechtere Stellung. Wie schlecht diese war, schien Magnus Carlsen nicht herausfinden zu wollen. Er behandelte die Stellung mit starken positionellen Manövern, statt nach einem taktischen Totschlag zu suchen, und bot im 31. Zug überraschend Remis an. Kurz und sicher, könnte seine Devise gewesen sein.

Ruhetag am 25. November

Vor die letzte Partie haben die Schachgötter noch einmal einen Ruhetag gesetzt. Vor zwei jahren gegen Sergej Karjakin nutzte Magnus Carlsen diesen, um sich auf den Stichkampf, aber nicht auf die abschließende 12. Partie vorzubereiten. Ob er diesmal die Prioritäten ähnlich gelegt hat?

11. Partie am 24. November

Auch die elfte und vorletzte Partie endete unentschieden. Diesmal versuchte es Magnus Carlsen mit 1. e4 und gegen Russisch, aber Fabiano Caruana hatte wenig Mühe, das Unentschieden zu sichern.

Der Prominente, der diesmal den ersten Zug ausführte, war - Sergej Karjakin. Der noch amtierende Vizeweltmeister schlug Magnus 1. b4 vor, aber der Weltmeister hatte andere Pläne und stellte den b-Bauern auf sein Anfangsfeld zurück.

Laut seinen Ausführungen in der Pressekonferenz hat Magnus Carlsen nichts gegen ein weiteres Remis und den darauf folgenden Stichkampf.

10. Partie am 22. November

Die zehnte Partie sieht wie die achte einen Sweschnikow-Sizilianer. Das Mittelspiel geht klar an Magnus Carlsen, Fabiano Caruana findet sich in einer sehr unangenehmen Stellung wieder. Er hält den Laden jedoch zusammen und hat im Turmendspiel dann sogar einen Bauern mehr, der jedoch nicht verwertbar ist. 

9. Partie am 21. November

Carlsen hat Weiß, Englisch wird wieder gespielt. Der Anziehende geht seinen Gegner bald rabiat mit h4-h5 an, worauf sich Caruana das selten gespielte g6:h5 getraut getraut. Es funktioniert, im 56. Zug wird das Remis vereinbart.

8. Partie am 19. November

Erneut steht Sizilianisch auf der Tagesordnung. Fabiano Caruana spielt diesmal offen, Magnus Carlsen antwortet Sweschnikow-artig. Es ist eine der seltenen Partien in diesem Match, in der Weiß tatsächlich nach der Eröffnung Vorteil hat.

7. Partie am 18. November

Nach der Hälfte der Partien findet ein Farbwechsel statt, so dass Magnus Carlsen zweimal hintereinander mit Weiß spielte. Die Kontrahenten wiederholen die Eröffnung der zweiten Partie.

6. Partie am 16. November

Die sechste Partie verläuft ähnlich spannend wie die erste - mit dem Unterschied, dass es diesmal Fabiano Caruana ist, der knapp an einem Sieg vorbeischrammt.

5. Partie am 15. November

Heute sahen wir eine lebhafte Sizilianisch-Partie mit ungewohnten (computergenerierten?) Stellungsbildern. Beide Spieler kannten sich aus und trennten sich schließlich friedlich.

4. Partie am 13. November

Die Partien werden kürzer, das Ergebnis ist immer noch jedes Mal das gleiche: Remis. Diesmal eröffnete Magnus Carlsen mit 1. c4 bzw. Englisch und hatte das Gefühl, nach der Eröffnung besser zu stehen.

3. Partie am 12. November

Auch die dritte Begegnung endete unentschieden. Erneut wurde die sizilianische Rossolimo-Variante gespielt und diesmal kam Fabiano Caruana besser aus der Eröffnung heraus.

2. Partie am 10. November

Auch die zweite Partie endete unentschieden. Der Übergang ins Endspiel gelang Fabiano Caruana besser, er erreichte es mit einem Mehrbauern. Allerdings bot das Turmendspiel kein Gewinnpotential.

1. Partie am 9. November

Fabiano Caruana führt in der ersten Runde die weißen Steine. Er eröffnete mit 1. e4 und spielte gegen Carlsens Sizilianer die Rossolimo-Variante (3. Lb5). Die Partie endete nach 115 Zügen und mehr als sechs Stunden unentschieden, wobei die Siegchancen bei Magnus Carlsen lagen.

 

Partien

- Partien im pgn-Format: wm.pgn

- Partien im pgn-Format: wm-stechen.pgn